Die jüdische Gemeinschaft hat die erste Kerze des Chanukka-Leuchters in Hannover angezündet. Der sechs Meter hohe Leuchter erstrahlt in der Mitte des Opernplatzes. Nach Angaben der Polizei blieb das Fest friedlich.
Fest überschattet von Anschlag
Die Besucherinnen und Besucher sprachen ein Solidaritätsgebet zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in der australischen Metropole Sydney, bei dem am ersten Tag des Chanukka-Festes mindestens zwölf Menschen ums Leben kamen. Zwei Angreifer sollen nach Angaben der Ermittler gezielt auf jüdische Familien geschossen haben, unter den Toten ist auch einer der Täter.
Der Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, Michael Fürst, zeigte sich betroffen. «Unsere Gedanken sind in erster Linie bei den Familien der Ermordeten, bei den Verletzten und bei all jenen, die in diesen Stunden Unfassbares verarbeiten müssen», betonte Fürst. «Dieser grausame Angriff auf jüdisches Leben erschüttert uns zutiefst.»
Auch die Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover verurteilte den Anschlag. «Die Mörder zielen auf Juden, Israelis und ihre Freunde in aller Welt», sagte deren Vorsitzender Kay Schweigmann-Greve. «Hass und Mord dürfen nicht die Oberhand gewinnen.»