Bischöfe der evangelischen und katholischen Kirche haben die Gläubigen in ihren Osterbotschaften dazu aufgerufen, für die christlichen Werte einzutreten. Die Auferstehung habe gezeigt, dass es noch einen Weg gibt aus der Nacht des Todes, sagte der Osnabrücker Bischof Dominicus Meier in seiner Predigt in der Osternacht. «Aufbruch, Neues ist möglich – mir selbst, jedem anderen Menschen, uns als Kirche», betonte der katholische Geistliche. Zwar blieben Fragen, Bedrängnisse, Anfechtungen und auch Niederlagen keinem Glaubenden erspart, aber sie würden von Christi Licht erhellt.
Ostern sei keine Privatangelegenheit und Ostern dränge zur Bewegung, zum Handeln, sagte der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit in seiner Predigt am Ostersonntag. Glaube bedeute, sich dem Leben zu stellen und der Welt, erläuterte der evangelische Theologe. Als Kirche seien Christinnen und Christen gefragt, sichtbar und ansprechbar zu bleiben. Sie dürften den Mut nicht verlieren – weder angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der Erderwärmung noch in einer Welt voller Spannungen.