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Uelzen: Flüsterbrunnen mit 100 Wassergeschichten belebt Schnellenmarkt

Uelzen: Flüsterbrunnen mit 100 Wassergeschichten belebt Schnellenmarkt
Abends erzählt der Flüsterbrunnen per Bluetooth direkt ins Ohr. Tausende haben die Installation schon erlebt. Alexander Hass vom Stadtmarketing freut es. / Foto: A4258 Philipp Schulze/dpa
Von: DieNiedersachsen News
In Uelzen erzählt ein Wasserspiel Geschichten aus seiner Perspektive. Wer sich hinsetzt und verweilt, wird mit einer Story belohnt. Das Konzept zur Innenstadtbelebung geht auf.

Ein Flüsterbrunnen, der kurze Geschichten aus seiner eigenen Perspektive erzählt, ist die neue Attraktion in Uelzen. «Es gibt einhundert Wassergeschichten, die haben aber nichts mit Hundertwasser zu tun», sagt Alexander Hass, Betriebsleiter des Stadtmarketings. Der Uelzener Bahnhof ist durch die Gestaltung des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser über die Region hinaus bekannt. Der Brunnen ist ein 1980 errichtetes Kunstwerk des Bildhauers Georg Münchbach.

Wenn man sich auf eine sogenannte Flüsterbank setzt, werden die Geschichten abgespielt. Eine Lichtschranke registriert die Besucher, der Brunnen versiegt zur gleichen Zeit. Eine Story nach der anderen kommt vom Band. «Es ist eine tolle Art, Menschen hierherzuziehen, dann zu verweilen», sagt Hass. «Wir haben beobachtet, dass die Menschen, die hier sitzen, lächeln. Das wollen wir erreichen.» Am Abend wechselt die Klanginstallation in einen Nachtmodus und gibt die Geschichten per Bluetooth für den eigenen Kopfhörer oder das Smartphone frei.

Laut Statistik wurde die Installation seit ihrer Inbetriebnahme Ende April bereits einige Tausend Mal ausgelöst. Damit belebe man den Bereich in der Innenstadt am Schnellenmarkt. «Das Rezept ist aufgegangen», meint der Tourismusfachmann. 

«Der Brunnen stärkt das Schnellenmarkt-Quartier als Aufenthaltsort und setzt einen neuen Impuls für die Innenstadt», meint auch Bürgermeister Jürgen Markwardt (parteilos). Die Stadt will das Quartier zu einem Kunst- und Kulturort gestalten. In den vergangenen Jahren wurden Gastronomiebetriebe angesiedelt, Leerstände reduziert und neue kulturelle Angebote geschaffen. Das Projekt ist Bestandteil des Bundesförderprogramms «Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren».

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