loading

Nachrichten werden geladen...

Veröffentlicht mit CMS publizer®

Über 600 Bocholter Theatersessel nicht wieder aufgetaucht

Das städtische Bühnenhaus in Bocholt wird saniert und erweitert. (Archivbild)  / Foto: Volker Danisch/dpa
Das städtische Bühnenhaus in Bocholt wird saniert und erweitert. (Archivbild) / Foto: Volker Danisch/dpa

Die roten Klappsessel sollten frisch gepolstert werden, doch sie bleiben weg. Warum die Suche nach dem Verbleib zum Krimi wurde und was das für die Stadt bedeutet.

Im Drama um mehr als 600 verschwundene rote Polstersessel des städtischen Bühnenhauses Bocholt im Münsterland ist kein glückliches Ende in Sicht. Die prägnanten Sitzmöbel bleiben verschwunden. 

Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Hildesheim ist der Aufenthaltsort des möglichen Beschuldigten unbekannt. Die Behörde hat nach einer Strafanzeige der Stadt Ermittlungen zu den verschwundenen Theatersitzen eingeleitet. 

Warum sind die Klappsessel demontiert worden? 

Die Stadt wollte ihre Klappsessel aufpolstern lassen und hatte nach einer Ausschreibung einen Betrieb in Niedersachsen damit beauftragt. Doch der Kontakt riss nach Angaben der Stadt bereits vor mehr als einem Jahr ab. 

Trotz schriftlicher Mahnungen, Fristsetzungen und Zustellungsversuchen seien Bemühungen, den Betrieb zur Vertragserfüllung zu bewegen, ergebnislos geblieben. Die Stadt stellte Strafanzeige gegen den Geschäftsführer des Betriebes.

Müssen neue Stühle gekauft werden?

Eigentlich sollte die Theaterbestuhlung des städtischen Bühnenhauses im Zuge von Bauarbeiten neu gepolstert werden. Um den Zeitplan für die Fertigstellung des Bühnenhauses nicht zu gefährden, wurde eine Ersatzbeschaffung zum Thema. 

Aktuell liefen Absprachen mit Denkmalschutzbehörden, sagte ein Sprecher der Stadt. Es gehe darum, wie genau die Ersatzstühle den alten Sitzen gleichen müssten. Dies beeinflusse maßgeblich die Kosten für eine Ersatzbeschaffung. 

Warum laufen Bauarbeiten am Bühnenhaus?

Bei den laufenden Bauarbeiten geht es um die Sanierung des Rathauses und des angeschlossenen städtischen Bühnenhauses in Bocholt. Der Komplex ist in den 1970er Jahren entstanden. Das Bühnenhaus wird zudem auch erweitert. 

Die Stadt Bocholt liegt im Westmünsterland und hat mehr als 70.000 Einwohner. Zu den Ausweichspielstätten während der aufwendigen Bauarbeiten am Bühnenhaus gehört auch das imposante historische Rathaus. 

Auch die neue Spielzeit, die von Sommer 2026 bis zum Sommer 2027 reicht, finde in den bereits bekannten Ausweichspielstätten statt, sagte eine Sprecherin des Vereins Stadttheater Bocholt auf Anfrage.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten