Deutlich mehr Geld aus dem Infrastruktur-Sondervermögen soll an Städte und Gemeinden gehen – das haben die niedersächsischen Oberbürgermeister und Oberbürgermeisterinnen nach einem Treffen mit Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) in Göttingen gefordert. Von den für Investitionen in niedersächsischen Kommunen vorgesehenen 4,7 Milliarden Euro wollen sie 70 Prozent, sagte Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese (CDU), der dem Gremium vorsteht.
Allein die großen Städte in Niedersachsen hätten einen dreimal so hohen Investitionsbedarf wie die Landkreise, erklärte Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD), der auch Vorsitzender des Niedersächsischen Städtetages ist. In großen Städten gebe es viele Angebote, die auch Menschen aus umliegenden kleineren Städten und Gemeinden nutzen würden.
Viele Aufgaben, wie etwa die Schulen, lägen zudem nicht bei den Kreisen, sondern den Städten und Gemeinden. Der bisherige Vorschlag der Landesregierung, 55 Prozent des Sondervermögens an die Städte und Gemeinden zu zahlen, gehe daher nicht weit genug.