Niedersachsen hat mit der Ausgabe von Bezahlkarten für Geflüchtete begonnen. Für die ersten fünf Monate seien 8.300 Karten bestellt worden, sagte der Präsident der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, Klaus Dierker. Ausgegeben wurden die ersten Karten im Ankunftszentrum Braunschweig. Sie haben eine Bargeldbegrenzung von 50 Euro.
Sie werden als Plastikkarte oder digital angeboten und monatlich aufgeladen. Geflüchtete benötigen kein Konto, sie können Zahlungsverlauf und Guthaben in einer App nachvollziehen. Nach Ministeriumsangaben kann die Karte im gesamten Bundesgebiet eingesetzt werden, aber nicht im Ausland. «Geringe Bargeldauszahlungen minimieren zudem das Risiko, dass Geld ins Ausland oder an Schleuser abfließt», hatte Innenministerin Daniela Behrens (SPD) bei der Vorstellung der Karte gesagt.
Mohammad, der seinen Nachnamen nicht nennen wollte, war der Erste, der seine Karte in Braunschweig entgegennahm. Ein Dolmetscher übersetzte für ihn, dass er die Karte grundsätzlich gut finde. So sei es einfacher, Zahlungen nachzugehen. Der zur Verfügung stehende Betrag würde ihm reichen.