Am ersten Tag des Erörterungstermins zum Erweiterungsantrag der Brennelementfabrik in Lingen sind viele kritische Fragen gestellt worden. Die in Lingen ansässige Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF), eine Tochtergesellschaft des französischen Framatome-Konzerns, will dort vom kommenden Jahr an Brennelemente für russische Reaktortypen herstellen, die sich in Bulgarien, der Tschechischen Republik, Finnland, Ungarn und der Slowakei befinden. Dazu hat Framatome bereits 2021 eine Kooperation mit dem russischen Staatskonzern Rosatom geschlossen.
Zur Genehmigung des Antrags hatte die Landesregierung Anfang des Jahres Unterlagen zu dem Vorhaben öffentlich auslegen lassen. Rund 11.000 Einwendungen hatten sich dagegen ausgesprochen. An der Erörterung nahmen 143 Einwenderinnen und Einwender teil.