Müssen Anwohner es hinnehmen, wenn die Kinder auf dem Sportplatz nebenan mal wieder laut werden? Niedersachsens Landesregierung findet: ja. Auf der Sportministerkonferenz, die heute und morgen in Heidelberg stattfindet, will sich das Land daher für eine Änderung der Rechtslage einsetzen.
«Sport ist kein Störfaktor, sondern ein Grundrecht auf Teilhabe und Entwicklung – gerade für junge Menschen», sagte Sportministerin Daniela Behrens (SPD). Die Lärmschutzregelungen sollten daher bundesweit angepasst werden, um den Kommunen mehr Rechtssicherheit bei der Planung und dem Betrieb von Sportanlagen zu geben.
Nach der aktuellen Rechtslage wird Kinderlärm von Spielplätzen, Kitas und ähnlichen Anlagen und Einrichtungen im Regelfall nicht als schädliche Umwelteinwirkung gewertet. Bei Sportlärm gelten dagegen verschiedene Vorgaben.