Holle/Hannover (dpa/lni) - Eine Dorfkneipe oder einen Supermarkt gibt es in vielen kleinen Orten in Niedersachsen nicht mehr, für den Austausch untereinander wird das Internet immer wichtiger. Das Projekt «Digitale Dörfer Niedersachsen» bietet eine Plattform für Dorfbewohnerinnen und -bewohner unter anderem für Kontaktanzeigen, Verkaufsangebote und den Austausch mit der Verwaltung. Herzstück ist die «DorfFunk»-App - über das Smartphone können Bürgerinnen und Bürger nachbarschaftliche Unterstützung anbieten, Suchanzeigen einstellen oder einfach miteinander plauschen.
«Die App ist sehr beliebt», sagt Carola Croll, wissenschaftliche Leiterin des Projekts. «Hier gibt es nichts, was es nicht gibt.» So habe eine Familie zum Beispiel einmal per App im Dorf gefragt, wie man am besten einen Waschbären vom Dachboden loswird und wer dabei helfen könne. Auch verschiedenste Gruppen hätten zusammengefunden, etwa Männer, die mit ihren Hunden joggen gehen, oder Eltern mit Zwillingen.
Über den Kanal «Sag's uns» können die Nutzerinnen und Nutzer direkt mit der Kommune in Kontakt treten und den Mitarbeitenden Vorschläge machen oder Mängel melden - wenn Straßenlaternen kaputt sind oder ein Klettergerüst auf dem Kinderspielplatz wackelt.