Die Bundespolizei hat bei Kontrollen an der Grenze zu den Niederlanden zwischen Mitte September und Anfang Dezember 386 unerlaubte Einreisen festgestellt. In 238 Fällen seien die Menschen zurückgewiesen worden, teilte die Bundespolizei in einer vorläufigen Bilanz mit.
Im gleichen Zeitraum wurden außerdem 15 mutmaßliche Schleuser festgenommen. Gegen weitere 15 Menschen wurden Wiedereinreisesperren verhängt. Zwischen Mitte September und Ende Oktober fassten die Behörden an der Grenze zudem 72 Menschen, gegen die ein Haftbefehl vorlag.
Von einer unerlaubten Einreise spricht die Polizei, wenn ein Ausländer ohne gültigen Aufenthaltstitel die Grenze überqueren will. Zurückweisungen sind nach Auffassung der Bundesregierung nur erlaubt, wenn jemand kein Asyl beantragen will oder wenn für ihn eine Wiedereinreisesperre gilt.
Seit Mitte September gibt es auf Anordnung von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) stationäre Kontrollen der Bundespolizei an allen deutschen Landesgrenzen. Feste Kontrollstellen an der deutsch-niederländischen Grenze in Niedersachsen gibt es auf der Autobahn 30 bei Bad Bentheim, der A280 bei Bunde und der Bundesstraße 402 bei Schöninghsdorf (Höhe Meppen). Außerdem kontrollieren Beamte Einreisende stichprobenartig.