Kurz vor dem Amalgamverbot ist die Anwendung bei Zahnfüllungen regional noch sehr unterschiedlich verbreitet. Nach jüngsten Daten der Barmer Krankenkasse haben etwa 17 Prozent der Zahnarztpraxen in Niedersachsen im Jahr 2023 mindestens eine Amalgamfüllung abgerechnet, die übrigen rund 83 Prozent arbeiten mit alternativen Füllungsmethoden und gelten somit als «amalgamfrei», wie die Landesvertretung Niedersachsen/Bremen der Kasse mitteilte.
«Diese Entwicklung zeigt, dass viele Praxen proaktiv auf die bevorstehenden Änderungen reagieren und ihren Patientinnen und Patienten alternative Versorgungsoptionen anbieten», sagte Landesgeschäftsführerin Heike Sander. Über Amalgam als Füllungsmaterial werde seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. «Der neue gesetzliche Anspruch auf eine zuzahlungsfreie Versorgung ohne Amalgam müsse jedoch auch in den Praxen klar und unmissverständlich kommuniziert werden», sagte Sander.