Die niedersächsische Grünen-Landtagsabgeordnete Marie Kollenrott hat das Vorgehen der Behörden bei der umstrittenen Abschiebung einer 40-jährigen Frau nach Malawi deutlich kritisiert. Nach ihrem derzeitigen Informationsstand habe es eine zeitliche Überschneidung zwischen dem Beginn der Abschiebung und einer noch ausstehenden Gerichtsentscheidung gegeben, sagte sie.
Auslöser öffentlicher Proteste war unter anderem der Vorwurf, die Frau sei in ein falsches Land abgeschoben worden. Laut Behördenangaben trifft das nicht zu: Abgleiche von Fingerabdrücken und Auskünfte der Botschaften von Burundi und Malawi hätten ergeben, dass die Frau aus Malawi stammt – obwohl sie seit ihrer Einreise nach Deutschland angegeben habe, aus Burundi zu kommen.