Verschwimmende Horizonte und Landschaften sowie verschmelzende Zwitterwesen: Eine neue Ausstellung in der Emder Kunsthalle zeigt Werke der japanisch-schweizerischen Künstlerin Leiko Ikemura. Der Titel der Schau «Floating Spheres» (deutsch: «Schwebende Sphären») stehe für das Werk und die Biografie Ikemuras, sagt die wissenschaftliche Direktorin und Vorständin der Kunsthalle, Lisa Felicitas Mattheis. «Was die Arbeiten von Leiko Ikemura ausmachen, ist das Dazwischen sein.»
Ein Motiv in Ikemuras Arbeiten ist die Suche nach der Verbundenheit der Dinge im Kosmos - und zwar über Räume und Gattungen hinweg, in Sphären, die sich überlappen. Biographisch sei das erkennbar zwischen den Kontinenten Europa und Asien, wo die international renommierte Künstlerin lebte und lebt, sagt Mattheis - aber auch an den Gattungen und Formen, die Ikemura nutzt. «Das Besondere ist auch, dass sie die einzelnen Gattungen auf Augenhöhe behandelt und sich diese auch gegenseitig beeinflussen», sagt Mattheis. So nutzt sie ihre Malerei als Grundlage für filmische Arbeiten; Fotografien sind die Basis für Skulpturen. «Dieser Sprung zwischen den Gattungen ist wirklich bemerkenswert.»