Acht niedersächsische Museen und Sammlungen erforschen gemeinsam ihre Objekte aus Indonesien, die aus der Kolonialzeit stammen. Insgesamt handelt es sich um etwa 1.450 ethnographische Objekte wie Textilien oder Keramik, rund 300 naturkundliche Präparate sowie sechs noch nicht näher erforschte menschliche Überreste, wie das Landesmuseum Hannover mitteilte. Indonesien war eine niederländische Kolonie, doch wie gelangten niedersächsische Museen zwischen 1850 und 1920 in den Besitz dieser Objekte?
Dies soll das auf zwei Jahre angelegte Projekt herausfinden. Ein Grund könnte die geografische Nähe zu den Niederlanden sein, teilte das Museum mit. Das Projekt wurde vom Netzwerk Provenienzforschung in Niedersachsen gestartet und wird vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert. Auch der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen ist beteiligt.