Nach zahlreichen Verzögerungen muss die Eröffnung der maritimen Ausstellung Bluehouse auf Helgoland noch einmal weiter in die Zukunft verschoben werden. Geplant sei der Saisonstart nun im Frühjahr 2028, sagte die designierte wissenschaftliche Leiterin des Bluehouses, Eva-Maria Brodte, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Das ehemalige Aquarium auf der Nordseeinsel war bereits Ende 2014 geschlossen worden. Früheren Planungen zufolge hätte die neue Attraktion eigentlich schon im Frühjahr 2023 für Besucher öffnen sollen. Doch es gab viele Probleme, vor allem wegen zahlreicher Verdachtsfälle im Boden. Vor einem Jahr war ein Termin Ende 2026 in Aussicht gestellt worden. Nun wird es noch einmal später.
«Die Baugrube ist geschafft inklusive Munitionsräumung, wir sind davor die Betonbodenplatte zu gießen», sagte Brodte. «Leider haben wir momentan Probleme mit einströmenden Oberflächenwasser in der Baugrube, daher müssen wir die Pumpenleistung anpassen und wir sind erst bei der Fahrstuhl-Unterfahrt.» Auf der Internetseite des geplanten Bluehouses lassen sich Fortschritte per Live-Kamera verfolgen.
Ausstellung und 80.000-Liter-Aquarium geplant
Das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven plant eine Schau, die von der Geschichte der Nordsee bis zur Zukunft der Meeresforschung reicht, und ein 80.000-Liter-Aquarium, das die Unterwasserwelt Helgolands zeigt.
Finanziert wird das Projekt vom Bund, dem Land Schleswig-Holstein und der Gemeinde Helgoland. Das Bauvorhaben kostet den Angaben zufolge 20 Millionen Euro. Interaktiv und multimedial will die Schau in vier Themenbereichen für Wissenschaft begeistern und die Bedeutung der Hochseeinsel für die Forschung erklären. Das AWI wird das Bluehouse betreiben - unterstützt von der Gemeinde Helgoland.
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