Der geplante Auftritt des US-Rappers Macklemore beim diesjährigen Deichbrand-Festival sowie das Festivalgeschehen sollen von einer Expertengruppe um den Niedersächsischen Antisemitismusbeauftragten Gerhard Wegner beobachtet werden.
Gegebenenfalls solle diese auch Möglichkeiten zur Intervention erhalten, hieß es in einer Mitteilung des Landesbeauftragten nach einem Gespräch mit dem Veranstalter. Demnach positioniere sich das Festival gegen Antisemitismus - an dem Auftritt des Künstlers, gegen den zuletzt Antisemitismus-Vorwürfe laut wurden, halten die Veranstalter aber fest.
«Der Dissens zur Einladung als Headliner des Künstlers bleibt erhalten: das Deichbrand-Festival wird Macklemore nicht ausladen, und ich halte ihn nach wie vor für einen unerträglichen antisemitischen und antiisraelischen Propagandisten, dem solch ein Raum nicht geboten werden darf», sagte Wegner in einer Mitteilung. Gleichwohl unternehme die Festivalleitung «bemerkenswerte Anstrengungen, um Antisemitismus und andere Formen der Diskriminierung zu unterbinden», teilte der Landesbeauftragte gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens weiter mit.