Das Kernkraftwerk Stade wird mit einem Kunstprojekt verabschiedet, ein Zwischenlager für die Abfallprodukte bleibt. Die markante Kuppel ist beim bisherigen Rückbau nicht zerstört worden. Sie ist sogar begehbar und wird nun zur Kulisse für einen einzigartigen Schlussakkord.
Unter dem Titel «Orbitale – ein kunstvoller Abschied vom Kernkraftwerk Stade» gestalten die Künstler Gudrun Barenbrock und Sebastian Gramss das Innere der Reaktorhülle in einen audiovisuellen Erlebnisraum. In ihm sollen sich Bild und Klang mit der industriellen Struktur verbinden.
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sagte zum Beginn der «Orbitale» in dem ehemaligen Kernkraftwerk, die Konsequenz, mit der der Rückbau vorangetrieben werde, sei absolut richtig. Mit der gleichen Konsequenz müsse sich Deutschland auch mit der Frage beschäftigen, wo der Atommüll bleibe. «Da müssen wir eine Antwort geben, die ist schmerzhaft und die ist schwierig, aber wir müssen sie geben», sagte der SPD-Politiker.