80 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen ist bei einer bewegenden Gedenkveranstaltung an die Opfer der Gräueltaten erinnert worden. Im Beisein von mehr als 50 Zeitzeugen mahnte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, dass der Blick auf die Geschichte zu verblassen drohe und ein großer Teil der jungen Generation in Deutschland völlig unwissend auf das Grauen der Schoah blicke. «Wir erleben tagtäglich Relativierungen dieses unvorstellbaren Verbrechens; auch in deutschen Parlamenten.»
Doch Resignation komme nicht infrage. Erinnern bedeute, sich der Frage zu stellen, wie der Mensch dem Menschen so etwas antun konnte. «Und ganz einfach immer und immer zu erzählen, was passierte», sagte Schuster.