Beengt, aus Holzbauteilen zusammengeschustert und ohne sanitäre Einrichtung: Kleine Behelfsheime auf dem Land dienten in den letzten Kriegsjahren als Notunterkunft für viele Hamburger Familien. «Das sind zwölf Jahre Nationalsozialismus hier in der Region auf 20 Quadratmetern», erläutert Stefan Zimmermann, Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Das historische Originalgebäude der «Ley-Bude» aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sei ein Glücksfall.
Sie sei ein seltenes Gebäude aus den letzten Kriegsjahren, das in der Bevölkerung den abschätzigen Rufnamen in Anlehnung an den Reichswohnungskommissar Robert Ley bekam. Der nationalsozialistische Funktionär war für die Wohnraumbewirtschaftung verantwortlich. Über die Entstehung und Nutzung vieler dieser Gebäude ist nur wenig dokumentiert.