An die Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen vor 80 Jahren wird mit einer Gedenkveranstaltung am Sonntag, dem 27. April, erinnert. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), internationale Politiker und Gäste sowie viele Überlebende werden erwartet.
Mehr als 60 Zeitzeugen, die als Kinder befreit wurden, sind einige Tage in der Lüneburger Heide zu Gast. «Wie gestalten wir Erinnerung? In diesem Jahr liegt der Fokus auch auf den nachfolgenden Generationen der Überlebenden, die zum Teil dabei sein werden», sagt Stephanie Billib, Sprecherin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. Allein aus den Familien der Überlebenden werden 400 Menschen erwartet.
An diesem Dienstag wird mit einem Rundgang über das Außengelände der Befreiung durch britische Truppen am 15. April 1945 gedacht. Sie fanden Tausende unbestattete Tote und Zehntausende todkranke Menschen auf dem Areal im Landkreis Celle. Insgesamt sollen 3.500 Kinder unter den Gefangenen gewesen sein.
Die grauenvollen Bilder der Verbrechen der Nationalsozialisten gingen um die Welt. Rund 120.000 Menschen waren unter NS-Herrschaft nach Bergen-Belsen deportiert worden, mehr als 52.000 starben.