Das Landgericht Hannover hat einen Mann wegen eines tödlichen Schusses auf offener Straße zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafkammer legte dem Angeklagten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zur Last, hinzu kamen weitere Delikte, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Zuerst hatte der NDR berichtet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Zwei Kugeln trafen den später Verstorbenen
Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Mann am 22. Oktober 2025 in der Vahrenwalder Straße mehrere Schüsse auf drei Menschen abgegeben. Ein Mann wurde von zwei Kugeln verletzt, eine davon traf ihn im Gesicht. Dieser Schuss war laut Gericht tödlich.
Der Tat war demnach ein Streit zwischen zwei Gruppen vorausgegangen. Zunächst sei die Auseinandersetzung verbal geführt worden, später sei es zu wechselseitigen Schlägen gekommen. Als diese Auseinandersetzung bereits beendet gewesen sei, habe der Verurteilte eine Schusswaffe gezogen und geschossen.