Ein Mann steht wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Hildesheim, er soll mit seinem Wagen ein Kind angefahren und schwer verletzt haben. Dem 30 Jahre alten Angeklagten werden außerdem fahrlässige Körperverletzung, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen, wie das Gericht mitteilte.
Ohne Führerschein mit mindestens 90 durch 50er-Zone
Nach Angaben des Landgerichts soll der Mann am 28. September des vergangenen Jahres mit einem hochmotorisierten SUV durch Hohenhameln im Landkreis Peine gefahren sein – obwohl er keine Fahrerlaubnis hatte. Innerorts soll er statt der erlaubten 50 Kilometer pro Stunde mit mindestens 90 und höchstens 115 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sein.
Zur gleichen Zeit habe ein neunjähriger Junge mit seinem Fahrrad eine Straße überqueren wollen. Der SUV soll das Kind mit der linken Fahrzeugfront erfasst haben. Der Junge sei mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden und regungslos auf einem Grünstreifen liegen geblieben. Er überlebte laut Gericht schwer verletzt.