Wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit haben mehr als 300 Einsatzkräfte von Zoll und Polizei insgesamt 15 Objekte, darunter mehrere Wohnungsbordelle, in Hannover und Umgebung durchsucht. Die Beamten stellten bei dem Einsatz am Freitagabend zahlreiche Unterlagen und Datenträger sicher, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover am Samstag mitteilte.
Im Fokus der Ermittlungen stehen ein 40 Jahre alter Zuhälter und seine 35 Jahre alte Ehefrau. Beide werden demnach verdächtigt, mindestens 72 Prostituierte, neun Telefonistinnen und Telefonisten, die die Termine der Prostituierten koordinierten, und zwei Fahrer, die täglich die Einnahmen abholten, beschäftigt zu haben. Die Ermittler gehen von Umsätzen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro aus.