Nach dem gewaltsamen Tod von sechs Menschen in Stade hat die Region Hannover Veranstaltungen in dieser Woche abgesagt. «Angesichts dieser Tragödie gebietet es der Respekt vor den Opfern und ihren Angehörigen», hieß es in einer Mitteilung. Unter den Toten sind drei Mitarbeiter des Jugendamtes der Region, die sich zu einem Hilfeplangespräch in der Jugendhilfeeinrichtung befanden.
Abgesagt sind den Angaben zufolge der Sommerempfang der Wirtschaftsförderung und das Eröffnungskonzert des Kultursommers am Mittwoch, außerdem die geplanten Roadshow-Termine am Samstag in Ronnenberg und am Sonntag in Laatzen. Die heutige Regionsversammlung soll in verkürzter Form stattfinden.
Ein 45-Jähriger soll am Montag in Stade vier Frauen und zwei Männer erschossen haben. Hintergrund ist nach Angaben der Polizei möglicherweise ein Sorgerechtsstreit. Der Tatverdächtige mit türkischer Staatsangehörigkeit hatte demnach einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter. Ersten Erkenntnissen zufolge waren die Opfer Beschäftigte der Einrichtung und des Jugendamtes - sie waren beruflich dort.
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