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Sechs Jahre Haft nach Fahrt mit Kindern gegen Baum

Das Landgericht Oldenburg hat eine Mutter verurteilt. (Archivbild) / Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Das Landgericht Oldenburg hat eine Mutter verurteilt. (Archivbild) / Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Ein Auto mit zwei Kindern an Bord fährt gegen einen Baum. War es Absicht? Zu welchem Urteil das Gericht kommt.

Eine Mutter ist zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden, weil sie mit ihren beiden Kindern im Auto absichtlich gegen einen Baum gefahren ist. Das Landgericht Oldenburg verurteilte die 39-Jährige wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Außerdem verliert sie ihre Fahrerlaubnis für mindestens vier Jahre.

Nach Überzeugung des Gerichts stieg die Deutsche mit den beiden ahnungs- und wehrlosen Kindern an einem Abend im Februar 2026 in ihr Auto. Sie soll betrunken mit rund 70 Kilometern pro Stunde gegen einen Baum in Lohne (Landkreis Vechta) gefahren sein. Die damals achtjährige Tochter wurde notoperiert, der damals zehnjährige Sohn und die Angeklagte selbst erlitten Knochenbrüche. 

Die Angeklagte räumte die Tat vor Gericht ein, kann sich nach eigenen Angaben aber an vieles nicht mehr erinnern. Das Gericht geht davon aus, dass die Frau die Trennung von ihrem Partner nicht verkraftet hatte und den Mann mit der Tat bestrafen wollte. Sie habe damals mit psychischen Problemen zu kämpfen gehabt und sei deshalb vermindert schuldfähig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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