Hinterbliebene hoffen auf einen Prozess, Politiker fordern eine Aufklärung der Todesumstände des Tatverdächtigen und die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Frauen wegen Mordes - einen Monat nach der schrecklichen Tat in Stade sind viele Fragen ungeklärt. «Das ist alles offen, ich kann keine Versprechungen machen, ob angeklagt wird», sagt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stade, Julia Pirk. «Menschlich kann ich das gut nachvollziehen.»
Die 34 Jahre alte Kindsmutter und die 65 Jahre alte Fahrerin des Fluchtautos stehen weiterhin unter Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. «Wir sind im Ermittlungsstadium, Beschuldigte in Strafverfahren müssen sich nicht äußern», erklärte Pirk. Für die Medien sei die 65-Jährige nicht erreichbar, für die Behörde aber schon.
Derzeit wartet die Staatsanwaltschaft auf die Ergebnisse der Obduktion des 45-Jährigen. Er soll sich am 21. Juli in der JVA Bremervörde mit Oberbekleidung stranguliert haben. «Wir haben festzustellen, ob es ein Suizid ist. Bisher haben wir keine Anhaltspunkte dagegen», sagte Pirk. Mögliche Vorstrafen in der Türkei träten in den Hintergrund, weil gegen Verstorbene nicht ermittelt werde.