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Missbrauch im Bistum Hildesheim: Betroffene gesucht

Blick vom Bischöflichen Generalvikariat auf den Hildesheimer Dom. Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt beschäftigt das Bistum Hildesheim weiterhin. (Symbolbild) / Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Blick vom Bischöflichen Generalvikariat auf den Hildesheimer Dom. Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt beschäftigt das Bistum Hildesheim weiterhin. (Symbolbild) / Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Wer Missbrauch im Bistum Hildesheim erlebt hat, kann jetzt seine Geschichte erzählen. Was das Forschungsteam mit den Berichten erreichen will – und wie Betroffene sich melden können.

Ein Forschungskonsortium zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim sucht Betroffene und Angehörige für Interviews. Ziel sei es, Erfahrungen, Strukturen und den Umgang mit Fällen sexualisierter Gewalt systematisch zu untersuchen, teilte das Bistum mit.

Die Wissenschaftler interessierten sich insbesondere für die Perspektiven von Menschen, die Missbrauch erlebt haben, sowie von deren Angehörigen. Im Mittelpunkt der Gespräche solle vor allem das stehen, was die Betroffenen selbst berichten möchten, hieß es.

Interviews sind noch bis Juli möglich

Untersucht werden soll sexualisierte Gewalt im Bistum im Zeitraum von 1945 bis heute. Dabei gehe es unter anderem um mögliche Taten und deren Folgen für die Betroffenen, teilte das Forschungsteam mit. Auch der Umgang kirchlicher Verantwortlicher und mögliche Vertuschung sollen untersucht werden.

Interviews sind den Angaben zufolge noch bis Juli 2026 möglich. Wer für ein Gespräch bereit sei, könne sich per E-Mail an die beteiligte Wissenschaftlerin Inka Janssen von der Universitätsmedizin Rostock wenden.

Prävention, Erinnerungskultur und Schutz vor zukünftiger Gewalt

An dem Projekt beteiligt sind neben der Universitätsmedizin Rostock das Institut für soziale Arbeit in Münster sowie das International Centre for Socio-Legal Studies mit Standorten in Heidelberg und Berlin. Ziel sei es, aus den Ergebnissen Konsequenzen für Prävention, Erinnerungskultur und den Schutz vor zukünftiger Gewalt zu ziehen, hieß es.

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