Das Frankfurter Landgericht hat Mitglieder einer Bande von international agierenden Drogenhändlern zu hohen Haftstrafen verurteilt. «Sie waren ein richtig großer Player im Betäubungsmittelgeschäft», sagte der Vorsitzende Richter. Die Bande, die sich selbst als «Die Firma» bezeichnete, hatte im großen Stil vor allem mit Kokain gedealt, insgesamt hatten die Drogen einen Wert von über zehn Millionen Euro. Gelagert worden waren sie in fünf Bunkerwohnungen in Frankfurt.
Ein 53-Jähriger, der den Drogenhandel koordiniert hatte, muss für elf Jahre ins Gefängnis. Die weiteren sechs Angeklagten, die als Kuriere tätig gewesen waren, wurden unter anderem wegen Beihilfe verurteilt, und zwar zu Haftstrafen zwischen viereinhalb und achteinhalb Jahren. «Keiner von ihnen ist Drogenhändler aus Leidenschaft geworden und keiner von ihnen ist reich geworden», sagte der Richter. Einige von ihnen hätten sich der Bande angeschlossen, weil sie Einnahmequellen gesucht hätten. «Der Preis hierfür war hoch, wie man heute sieht.» Alle Angeklagten hatten die Taten gestanden und Reue gezeigt, nur einer von ihnen ist bereits vorbestraft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.