In der Aller ist die Leiche einer Frau entdeckt worden. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass es sich «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit» um die seit dem 11. März vermisste Michelle H. aus Celle handelt, teilte die Polizei mit. Der Leichnam wurde an die Rechtsmedizin übergeben. Die Polizei ermittelt zur Todesursache.
Ein Wassersportler habe am Vormittag im Bereich Hambühren (Landkreis Celle) einen leblosen Körper entdeckt, der in der Aller trieb, hieß es. Der Mann habe umgehend die Polizei informiert. Die Einsatzkräfte bargen die Tote dann aus dem Wasser.
Von der 25-Jährigen aus Celle fehlte bislang jede Spur. Die Polizei hatte mit Einsatzkräften, einem Hubschrauber und Spürhunden nach der Vermissten gesucht. Auch die Aller und die Flussufer, die in der Nähe der Wohnung der Frau liegen, waren bereits mit Booten abgesucht worden – ohne Erfolg.
Zudem wurde gegen einen 46-Jährigen ermittelt, der im Verdacht steht, dass er die junge Frau mit einem Messer «potenziell lebensgefährlich» verletzt habe. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lüneburg Mitte März.
Auch ein möglicher Suizidversuch der 25-Jährigen, von dem Polizei und Staatsanwaltschaft zuerst ausgegangen waren, werde nach wie vor nicht ausgeschlossen. Diese Annahme beruhte auf Angaben des 46-Jährigen, der vor dem Verschwinden mit der Frau in ihrer Wohnung in Celle zusammen war, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte.
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