Gefährliche Süßigkeiten - noch mehr Fälle in Niedersachsen
Nach Halloween sind in Niedersachsen und Bremen weitere Fälle von Süßigkeiten mit Nadeln, Schrauben und anderen Metallgegenständen bekanntgeworden. In der Region Hannover seien mittlerweile vier Fälle bekannt, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion. Eine Mutter habe in den Halloween-Süßigkeiten ihres Sohnes, die der Junge in Garbsen gesammelt habe, einen Schokoriegel mit einer Nähnadel gefunden. Eine Freundin habe sie zuvor gewarnt. Damit gebe es in der Region nun zwei Fälle in Garbsen, einen in Mellendorf und einen in Hannover. Verletzt wurde niemand. In Bremen wurden nach Angaben der Polizei zwei weitere Fälle angezeigt, dabei ging es jeweils um Schokoriegel, in denen Schrauben steckten. Ein Zehnjähriger habe in den Riegel gebissen und leichte Zahnschmerzen davongetragen - nach derzeitigen Erkenntnissen aber «glücklicherweise nichts Schlimmeres», sagte eine Polizeisprecherin. Im zweiten Fall habe ein Elfjähriger die Schraube in dem Riegel rechtzeitig entdeckt. Auch im Landkreis Goslar wurde ein Fall bekannt: Nach Polizeiangaben fand ein Junge in Othfresen einen Draht in einem Schokoriegel. Der Junge hatte nach ersten Erkenntnissen am frühen Samstagabend Süßigkeiten gesammelt, beim Öffnen des Riegels am Montag fiel ein Draht heraus - der Junge blieb unverletzt. Der Polizeidirektion Braunschweig sind nach Angaben eines Sprechers drei Fälle bekannt, die Ermittlungen laufen. Verletzt wurde niemand. Im Landkreis Ammerland fand eine Elfjährige eine kleine Nadel in einem Schokoriegel. Nach bisherigem Kenntnisstand war das Mädchen am Halloween-Abend im Norden Edewechts unterwegs, um Süßigkeiten zu sammeln. Als sie einen Schokoriegel essen wollte, bemerkte sie, dass aus einem Bruchstück eine kleine Nadel herausragte. Das Kind wurde nicht verletzt. Im Gebiet der Polizeidirektion Osnabrück lagen zunächst keine Fälle vor. Die Polizeidirektion Göttingen meldete Fälle in Grünenplan im Landkreis Holzminden, im Hildesheimer Stadtteil Itzum und in Duderstadt im Landkreis Göttingen. In Duderstadt fand sich ein mit einer Nadel gespickter Schokoriegel im Sammelbeutel einer Elfjährigen. Auch in Grünenplan ging es um einen Schokoriegel mit Nadel, in beiden Fällen blieben die Kinder unverletzt. In Itzum tauchten ebenfalls Süßigkeiten auf, in denen sich Nadeln befanden. Eltern sollten die gesammelten Naschereien ihrer Kinder sorgfältig überprüfen, riet die Behörde, und sie sollten vor allem auf Einstichstellen und beschädigte oder ungewöhnlich veränderte Verpackungen achten. Süßigkeiten, bei denen Zweifel bestünden oder die verdächtig erschienen, sollten entsorgt werden. «Die Polizei nimmt die Vorfälle sehr ernst», sagte eine Sprecherin. Bundesweit sind bereits zahlreiche ähnliche Fälle von manipulierten Süßigkeiten bekanntgeworden, darunter etwa in Salzgitter. Betroffen sind Schokoriegel, Kaubonbons, Weingummi und Waffelschnitten. In Bremervörde im Landkreis Rotenburg verletzte sich eine Neunjährige an einer fünf Zentimeter langen Stecknadel in einem Schokoriegel an der Zunge. Im Landkreis Gifhorn entdeckte ein Kind im Grundschulalter gefährliche Fremdkörper in Halloween-Süßigkeiten. Laut Polizei hatte der Junge seine gesammelten Süßigkeiten überprüft und in Weingummis und Schokoriegeln Fremdkörper gefunden. Wer präparierte Süßigkeiten entdeckt, sollte diese samt Verpackung der Polizei und gegebenenfalls dem Supermarkt melden und Anzeige erstatten. Die Polizei ermittelt in den bekannten Fällen wegen gefährlicher Körperverletzung. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenNadel ragt aus Schokoriegel
Bundesweit zahlreiche Fälle
Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung