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Vergrabene Leiche – Polizei durchsucht erneut Grundstücke

Blick auf das Grundstück, wo die Leiche vergraben war. (Archivbild) / Foto: Lars Penning/dpa
Blick auf das Grundstück, wo die Leiche vergraben war. (Archivbild) / Foto: Lars Penning/dpa

Tagelang durchsuchte die Polizei schon im April vier Grundstücke – bis sie auf eine Leiche stieß. Jetzt gehen die Ermittlungen zum gewaltsamen Tod eines Mannes in Holtgast weiter.

Nach dem Fund einer Männerleiche auf einem Grundstück in der ostfriesischen Gemeinde Holtgast vor rund zwei Monaten hat die Polizei nun weitere Durchsuchungen vorgenommen. Die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund teilte mit, dass die Aktion mit den Ermittlungen zu dem Fall zusammenhänge. «Wir führen Durchsuchungen durch im Hinblick auf Beweismaterialien», hieß es. Vier Grundstücke waren schon im April im Fokus der Ermittler, zwei davon seien bis zum Vormittag erneut durchsucht worden, sagte eine Polizeisprecherin. Weitere Einzelheiten nannte sie nicht. 

Die Staatsanwaltschaft hatte im April mitgeteilt, dass Mitglieder einer Familie, denen die Grundstücke gehören, unter Tatverdacht stehen. Ein 30-Jähriger sitzt seit April wegen Mordverdachts in U-Haft. Die Staatsanwaltschaft Aurich war zunächst auf Nachfrage nicht zu erreichen. 

Nach tagelanger Suche rund um Ostern auf den Grundstücken in der Gemeinde im Landkreis Wittmund war die vergrabene Leiche eines vermissten, 59 Jahre alten Mannes entdeckt worden. Laut Obduktion starb der Mann durch «massive Gewalteinwirkung», wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitgeteilt hatten.

Drei Mitglieder der Familie, eine Mutter und ihre zwei Söhne, waren festgenommen worden. Während der 30-Jährige in Untersuchungshaft kam, wurden seine 60 Jahre alte Mutter und sein 34 Jahre alter Bruder wieder frei gelassen, weil gegen sie kein dringender Tatverdacht vorlag. 

Leichenspürhunde schlugen an 

Polizei und Staatsanwaltschaft haben den Verdacht, dass die Tötung des 59-Jährigen möglicherweise mit veruntreutem Geld zusammenhängt. Deshalb sieht die Staatsanwaltschaft das Mordmerkmal der Habgier bei dem 30-Jährigen erfüllt. Das Opfer hatte vor seinem Verschwinden als Betreuer des 34 Jahre alten Sohnes gearbeitet. Während der Betreuung soll der 59-Jährige Geld gegenüber dem Staat veruntreut haben. Deswegen wurde auch gegen ihn ermittelt, vor seinem Tod war er zur Festnahme ausgeschrieben worden – er war dann aber verschwunden.

Bei der Suche nach dem Mann weckten Angaben der Familie Zweifel bei den Ermittlern. Spezialisten aus den Niederlanden entdeckten schließlich mit einem Bodenradar Auffälligkeiten im Erdreich eines Grundstücks, auf dem die Mutter und der 34-Jährige leben. Als dann Leichenspürhunde anschlugen, stieß die Polizei wenig später auf den vergrabenen Leichnam des 59-Jährigen.

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