Mit Razzien in vier Bundesländern gehen Ermittler aus Frankfurt gegen ein sogenanntes Schattenbank-Netzwerk vor. Seit dem Morgen wurden Wohnungen und Geschäftsräume in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin durchsucht. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Frankfurt gemeinsam mitteilten, gab es insgesamt 29 Durchsuchungsbeschlüsse.
Gruppe soll eine Art Schattenbank betrieben haben
Im Fokus der Ermittler stehen 17 Männer und 2 Frauen, denen vorgeworfen wird, Mitglieder einer kriminellen Vereinigung zu sein. Die Gruppe soll eine Art Schattenbank betrieben haben. Darüber sollen Schwarzarbeiter bezahlt und Geldwäsche betrieben worden sein. «Hierdurch soll es den Beschuldigten gelungen sein, Gelder am Fiskus vorbeizuschleusen und sich an diesen unrechtmäßig zu bereichern», erklärten die Ermittler.
Ein 44 Jahre alter Mann sei in Frankfurt festgenommen worden, sagte der Sprecher der dortigen Staatsanwaltschaft. Gegen ihn liege ein Haftbefehl vor.
Der Schwerpunkt der Einsätze, an denen insgesamt mehr als 350 Beamte und Beamtinnen beteiligt gewesen sind, lag in Hessen. Dort gab es neben Frankfurt auch noch an weiteren Orten im Rhein-Main-Gebiet Durchsuchungen. In NRW und Niedersachsen waren die Einsätze in Köln und Hannover.