Um Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt eines früheren Priesters im Bistum Hildesheim aufzuklären, sucht die Kirche Zeitzeugen und mögliche Betroffene. Dabei gehe es um Vorwürfe gegen einen inzwischen verstorbenen Priester, der von 1965 bis zu seinem Tod 1972 als Pfarrer in der Gemeinde Heiningen im Landkreis Wolfenbüttel arbeitete, wie das Bistum mitteilte. Um welche Vorwürfe sexualisierter Gewalt es konkret geht, dazu machte die Kirche keine genaueren Angaben.
Im November 2020 hatte nach Angaben des Bistums ein Pfarrer aus der Pfarrei St. Petrus in Wolfenbüttel von einer Person, die Kontakt zu einer Betroffenen hatte, einen ersten Hinweis auf den Priester als mutmaßlichen Täter erhalten. Danach lief eine bistumsinterne Recherche an, die zunächst zu keinen weiteren Vorwürfen führte. Im Februar 2025 meldete sich den Angaben zufolge dann ein weiteres Opfer. Das Bistum beauftragte daraufhin im Juni 2025 einen ehemaligen Richter des Landgerichts Hannover mit einer Untersuchung.