Wegen mutmaßlicher Bestechungen von unter anderem Ministern in Afrika hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen fünf Männer erhoben. Es soll sich dabei um fünf ehemalige Angestellte eines Göttinger Unternehmens für Lernmittel handeln, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Sie sollen verschiedene Minister und Behördenmitarbeiter in Nigeria und der Demokratischen Republik Kongo bestochen haben.
Hauptangeklagte sind ein ehemaliger Geschäftsführer des Unternehmens (69) sowie ein kaufmännischer Leiter (61). Bei den drei weiteren Angeklagten handelt es sich um einen Mitgeschäftsführer (85) sowie jeweils zuständige Mitarbeiter für Nigeria (73) sowie die Demokratische Republik Kongo (55). Die Angeklagten sollen den afrikanischen Entscheidungsträgern Provisionen, Laptops, Geld oder auch Reisen nach Deutschland versprochen oder tatsächlich geschenkt haben. Zuvor hatten das «Göttinger Tageblatt» und der NDR berichtet.