Wer pflegebedürftig ist, muss in niedersächsischen Heimen erneut mehr aus eigener Tasche zuzahlen. Im ersten Jahr im Heim werden im landesweiten Durchschnitt 2.528 Euro monatlich fällig – 137 Euro mehr als vor einem Jahr und sogar rund 600 Euro mehr als vor drei Jahren, wie aus Berechnungen des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) zum Stichtag 1. Juli hervorgeht. Die Daten liegen der Deutschen Presse-Agentur vor. Die Belastungen wachsen damit auch trotz kürzlich angehobener Entlastungszuschläge, die mit der Aufenthaltsdauer steigen.
In den Kosten für einen Platz im Pflegeheim ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt – anders als die Krankenversicherung – nur einen Teil der Kosten. Außerdem müssen Bewohnerinnen und Bewohner Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen in den Einrichtungen selber zahlen. In die Auswertung wurden erstmals Ausbildungskosten einbezogen, die ebenfalls von den Heimen weitergegeben werden. Dieser Posten wurde auch in die Vergleichswerte zum 1. Juli 2023 eingerechnet.