In Niedersachsen sind weitere Geflügelpestfälle festgestellt worden. In einem Putenbetrieb in der Gemeinde Emstek im Landkreis Cloppenburg wurde das hochansteckende Virus H5N1 nachgewiesen, wie der Landkreis mitteilte. Der Bestand mit rund 3.800 Puten sei getötet worden.
Seit Oktober mehrere Hunderttausend Tiere betroffen
Um den betroffenen Betrieb werde ab Donnerstag eine Sperrzone eingerichtet. Sie umfasst eine Schutzzone im Radius von drei Kilometern sowie eine Überwachungszone von zehn Kilometern. In der Sperrzone sind unter anderem Geflügelausstellungen und -märkte verboten, zudem darf Geflügel nicht ins Freie gelassen werden. Nach Angaben des Landkreises sind seit Oktober allein dort bereits Dutzende Betriebe mit insgesamt mehreren Hunderttausend Tieren von Ausbrüchen betroffen.
Auch im Landkreis Hameln-Pyrmont bleibt die Lage angespannt. Dort wurde bei einem Bussard in Hessisch Oldendorf erneut das Geflügelpestvirus des Subtyps H5N1 nachgewiesen. Bereits im Januar war das Virus in einem Geflügelbetrieb im Flecken Aerzen festgestellt worden – vermutlich eingeschleppt durch einen Wildvogel. Für mehrere Orte gilt deshalb weiterhin eine Aufstallungspflicht.