Im Norden Deutschlands wurden zuletzt wieder mehr Organe gespendet. In Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein lag die Zahl von Januar bis August nach vorläufigen Daten insgesamt bei 391 gespendeten Organen, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilte. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es demnach 335 gespendete Organe, vor zwei Jahren noch 400.
Alle vier Nordländer verzeichnen mehr Organspenden
Alle vier Länder der sogenannten Region Nord verzeichneten demnach einen Anstieg. Die Zahl der Organspender stieg von 102 auf 114, die Zahl der Transplantationen von 405 auf 496. Niedersachsen lag mit 201 gespendeten Organen an der Spitze, gefolgt von Hamburg mit 102, Schleswig-Holstein mit 62 und Bremen mit 26 gespendeten Organen.
Trotz der Entwicklung warten noch immer viele Patientinnen und Patienten auf ein Spenderorgan. In Niedersachsen stehen nach Daten der Stiftung Eurotransplant 717 Menschen auf der Warteliste, in Schleswig-Holstein 442, in Hamburg 164 und in Bremen 61. Fast alle Menschen auf der Warteliste warten dabei auf genau ein Organ. Die mit Abstand meisten Patienten hoffen auf eine Niere.