Angesichts der weiter fortschreitenden Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland und anderen Ländern Europas bereitet sich Niedersachsen auf mögliche Ausbrüche vor. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte begleitete dafür eine Krisenübung in Eschede (Landkreis Celle), wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mitteilte.
Ziel war es, die Maßnahmen zur Eindämmung der gefährlichen Tierseuche zu erproben. Auch wenn es in Niedersachsen laut Ministerium nach dem bislang einmaligen Ausbruch im Jahr 2022 im Emsland keinen weiteren Eintrag der Tierseuche gab, wappne sich das Land.
«Vor dem Hintergrund aktueller Ausbrüche in Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist die Gefahr einer Einschleppung der ASP nach Niedersachsen real», sagte die Grünen-Politikerin. Ein Ausbruch hätte massive wirtschaftliche Folgen - mit rund 6,9 Millionen Schweinen sei Niedersachsen eines der wichtigsten Bundesländer für die Schweinehaltung in Deutschland.
«Leider gibt es keinen hundertprozentigen Schutz», so die Ministerin. «Daher müssen wir gut vorbereitet sein.»