In Niedersachsen fehlen weiterhin Hunderte Hausärzte – besonders auf dem Land ist die Versorgungslücke groß. Nach neusten Zahlen waren im vergangenen Dezember 447 Niederlassungsmöglichkeiten für Hausärzte nicht besetzt, wie die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) auf Anfrage mitteilte. Damit bewege sich die Zahl auf dem Niveau der Vorjahre, hieß es. Zum Vergleich: 2022 waren 448 Hausarzt-Sitze unbesetzt, 2020 waren es 486.
Mit einer Bedarfsplanung legt die KVN fest, wie viele Hausärzte sich in einem bestimmten Gebiet, dem sogenannten Planungsbereich, niederlassen dürfen. Besonders viele Hausärzte fehlen demnach im Nordwesten und im Osten Niedersachsens. Die meisten unbesetzten Sitze haben nach KVN-Angaben:
- Delmenhorst (19,5)
- Salzgitter (19,5)
- Papenburg (16)
- Wolfsburg (16)
- Cloppenburg (15,5)
- Syke (14)
Gemessen an der Einwohnerzahl ist die hausärztliche Versorgung aktuell in und um Sulingen (Landkreis Diepholz) mit einem Versorgungsgrad von 60 Prozent, im Umland von Bremerhaven (70 Prozent) sowie in und um Munster, Stolzenau und Wolfsburg mit je etwa 80 Prozent Versorgungsgrad am geringsten.