Die Versorgung mit vielen wichtigen Arzneimitteln ist aus Sicht des Landesapothekerverbands Niedersachsen nach wie vor schwierig. Stand Ende vergangener Woche habe die Lieferengpassliste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte rund 1.000 nicht lieferbare Arzneimittel gezeigt, darunter rund 460 verschreibungspflichtige Medikamente, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Landesapothekerverbands, Mathias Grau, in Hannover. Zuvor hatten die «Nordwest-Zeitung» und die «Neue Osnabrücker Zeitung» berichtet.
Laut Grau fehlt insbesondere der Wirkstoff Atorvastatin, ein Cholesterinsenker, der bei der Schlaganfalltherapie und -prophylaxe eingesetzt werde. Auch bei Azithromycin, einem Wirkstoff gegen Lungenentzündungen, gebe es Lieferschwierigkeiten. Ebenso seien die neu eingesetzten Mittel gegen das RS-Virus sehr schwer verfügbar. Zudem würden Kombipräparate für die Behandlung von Bindehautentzündungen fehlen.