Während für die meisten Menschen die Corona-Pandemie Geschichte sein dürfte, bedeuten Long- und Post-Covid für viele Betroffene noch immer einen mühsamen und langwierigen Kampf. Es bleibe aber schwierig, eine verbindliche Zahl der Betroffenen zu nennen, teilte das niedersächsische Gesundheitsministerium auf dpa-Anfrage mit. Anfängliche Studien hätten bis zu 40 Prozent der Corona-Infizierten als Long- beziehungsweise Post-Covid-Betroffene vorhergesagt, inzwischen werde von etwa fünf bis zehn Prozent der Infizierten ausgegangen. Allerdings seien die Symptome unterschiedlich ausgeprägt.
Für eine beweisende Diagnostik und auch Therapie des Post-Covid-Syndroms gebe es bisher kaum evidenzbasierte Empfehlungen, teilte das Ministerium zur Erklärung mit. Nach früheren Angaben der AOK, mit über drei Millionen Versicherten die größte Krankenversicherung in Niedersachsen, wurden aber 2023 deutlich weniger Menschen wegen Post-Covid, Long Covid oder eines chronischen Erschöpfungssyndroms krankgeschrieben als in den vorangegangenen Pandemie-Jahren.