In Niedersachsen ist die Zahl der Krankschreibungen wegen Atemwegsinfekten in den vergangenen Wochen leicht gestiegen. Insgesamt liegt der Krankenstand auf einem etwas höheren Niveau als zu Beginn des Herbstes im Vorjahr. Das geht aus einer Auswertung des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA) hervor. «Bei zufällig ausgewählten Patientenproben, die wir von Arztpraxen erhalten, weisen wir insbesondere sogenannte Rhino- und Enteroviren nach», sagte NLGA-Präsident Fabian Feil der Deutschen Presse-Agentur. Dies seien für den Herbst typische Erreger, die meist leichte Erkältungen auslösen. «Die Wellen anderer Erreger wie Influenza und RSV sind in den Jahren vor Corona eher um den Jahreswechsel gestartet.»
Das Landesgesundheitsamt wertet in einem gemeinsamen Projekt mit der Krankenkasse AOK Niedersachsen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus. Zudem werden für die sogenannten ARE-Surveillance Rachenabstriche aus ausgewählten Arztpraxen sowie Krankenhäusern in Niedersachsen untersucht. ARE steht dabei für akute Atemwegserkrankungen. Bei rund zwei Drittel dieser Proben werden demnach Rhino- beziehungsweise Enteroviren diagnostiziert, Corona oder Influenza machen bisher nur einen geringen Anteil aus.