Für einen möglichen ersten Fall einer Mpox-Erkrankung ist Niedersachsen laut Gesundheitsminister Andreas Philippi gewappnet. «Wir sind gut aufgestellt», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Die Krankenhäuser seien immer auf infektiöse Patienten vorbereitet. Philippi gehe derzeit von keiner großen Gefahr aus. «Aber es wäre fatal, das Virus auf die leichte Schulter zu nehmen.»
Die früher als Affenpocken bezeichnete Krankheit sei in Niedersachsen unter ständiger Beobachtung. «Wir haben eines der bundesweit besten Labore am Landesgesundheitsamt», sagte Philippi und fügte hinzu: «Da können wir eine sehr gute und genaue Diagnostik machen.» Nun müssten die Menschen für das Virus sensibilisiert werden.
Zudem sprach sich Philippi für Lieferungen von Impfstoffen nach Afrika aus. «Wir müssen jetzt schnellstmöglich unsere Vorräte prüfen und das vertretbare Maximum an Impfstoffen abgeben», sagte der Minister. Dies müsse bürokratiefrei und kostenlos geschehen. Am Montag hatte die Bundesregierung angekündigt, 100.000 Dosen Impfstoff an betroffene Länder zu spenden. Der Impfstoff soll aus Beständen der Bundeswehr kommen.