Niedersachsen will die medizinische Versorgung auf Borkum stärken und fördert dafür mit fast einer Million Euro den Aufbau eines Regionalen Versorgungszentrums (RVZ) – des ersten auf einer ostfriesischen Insel. Geplant sei, im Gebäude des Inselkrankenhauses ein Medizinisches Versorgungszentrum für die hausärztliche Versorgung einzurichten, teilte die Staatskanzlei mit. Dort sollen auch telemedizinische Angebote entstehen, die Insulanern und Gästen künftig aufwendige Wege ans Festland ersparen sollen.
Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter reiste am Samstag auf die Nordseeinsel, um der Stadt den Förderbescheid in Höhe von 930.000 Euro zu übergeben. Die SPD-Politikerin teilte mit, Regionale Versorgungszentren seien ein zentrales Instrument der Landes- und Regionalentwicklung. «Gerade dort, wo besondere geografische Bedingungen die Versorgung erschweren – wie auf Borkum –, sorgen RVZ dafür, dass medizinische und soziale Angebote dauerhaft gesichert sind.»
Ziel der Politik der Landesregierung sei es, für gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen – «unabhängig davon, ob Menschen auf dem Festland oder auf einer Insel leben», sagte Walter in einer Mitteilung weiter.