Auf die Versorgung mit lebenswichtigen Blutpräparaten in den kommenden Wochen blicken Blutspendedienste für mehrere Bundesländer besorgt voraus. «Die Bedarfe der Kliniken sind zurzeit hoch, zeitgleich hat die Erkältungswelle die Blutspende fest im Griff», sagte Felix Roeren vom Zentralinstitut in Springe. Die Lage sei angespannt, sagte Roeren, der für die DRK-Blutspendedienste der Landesverbände Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern spricht.
Für die sichere Versorgung aller Gebiete werden dem Institutssprecher zufolge mindestens 10.000 Blutkonserven am Lager benötigt. In den letzten Tagen stieg die Zahl von etwa 9.400 auf 9.800 (Stand 6.12.). «Es geht also langsam wieder in eine bessere Richtung», sagte Roeren. Aufgrund des hohen Bedarfs könne dieser Bestand aber schnell wieder einbrechen. «Somit können wir noch keine Entwarnung geben», betonte Roeren. Nach den jüngsten Zahlen sind derzeit besonders die Blutgruppen A+, 0+ und B- betroffen und die Vorräte reichten nur für wenige Tage.