Allein im Land Niedersachsen fehlen derzeit 549 Hausärztinnen und Hausärzte. Den größten Bedarf gebe es in den Regionen Salzgitter (24 freie Sitze), Wolfsburg (18), Papenburg (17,5), Syke (17,5), und Buxtehude (16), teilte die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen in Hannover anlässlich eines Symposiums zur ambulanten medizinischen Versorgung im Land mit. Mitte 2023 waren landesweit 523 Hausarzt-Sitze unbesetzt. «Die Zukunft vieler Arztpraxen in Niedersachsen ist ungewiss», warnte Eckart Lummert, der Vorsitzende der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen.
Steigende Zahl alter Patienten
Lummert betonte: «Viele Bürgerinnen und Bürger finden keine Hausärzte mehr, die sie aufnehmen, oder müssen lange auf einen Termin warten.» Grund sei, dass viele Mediziner keine Kapazitäten hätten - auch, weil es zu wenig erfahrene Medizinische Fachangestellte gebe. «Dadurch fehlt es vielen Praxen an Personal. Die Sprechstundenzeiten müssen eingeschränkt werden», erklärte er. Zudem gebe es mehr alte Patienten, und die würden öfter krank.
Schmidt forderte erneut, für mehr Medizinstudienplätze zu sorgen. Nach Berechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung werden in Niedersachsen jedes Jahr 470 Medizinstudienplätze zusätzlich gebraucht, wie er sagte. «Davon sind wir weit entfernt.»
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