Gegen eine Schnellstrecke der Bahn entlang der A7 und durch die Lüneburger Heide haben Bürgerinitiativen mit einem symbolischen Abendessen in Ramelsloh in der Gemeinde Seevetal im Landkreis Harburg demonstriert. Die Bürgerinitiative Y-Monster hatte zum «Whyte Dynner des Widerstands» gegen die geplante Neubaustrecke Hamburg–Hannover aufgerufen. Nach Polizeiangaben waren rund 2.500 Menschen vor Ort, die Organisatoren sprachen von etwa 5.000 Teilnehmern.
«Die Bahn sagt, wir sollen groß und nachhaltig denken. Das tun wir. Aber groß heißt nicht größenwahnsinnig – und nachhaltig heißt nicht naturzerstörend», sagt Reinhard Crasemann, Mitgründer der Y-Monster. In den 90er-Jahren plante die Deutsche Bahn eine neue Verbindung Hamburg–Hannover unter Einbeziehung von Bremen mit Namen «Y-Trasse», sie scheiterte an Protesten. So gab es das Dinner vor zehn Jahren schon einmal, damals nahmen 3.000 Menschen darein teil.
Die nun von der Bahn favorisierte Strecke soll an der A7 entlangführen, weicht in weiten Teilen aber davon ab. «Die Pläne führen zu einem ökologischen Desaster», sagt Gisela Wicke vom Naturschutzbund Nabu Niedersachsen, «wir fordern die Bahn auf, unverzüglich die Planungen für die Neubautrasse zu stoppen».