Die Tourismusbranche im Harz wünscht sich mehr Unterstützung vom Land Niedersachsen. In der Region wurde in den vergangenen Jahren viel investiert. Damit in Zukunft damit nicht Schluss ist, soll die Politik aktiv werden, wie etwa der Harzer Tourismusverband (HTV) mitteilte.
Es brauche etwa Bürokratieabbau und schnellere Entscheidungen. Zudem brauche es Unterstützung in Bereichen wie dem Verkehr und der Infrastruktur, bei Rad- und Wanderwegen oder der Aufwertung von Innenstädten. «Die Entwicklung des Tourismus gehört auf kommunaler Ebene immer noch zu den freiwilligen Aufgaben», sagte etwa HTV-Geschäftsführerin Carola Schmidt. Und das Geld bei den Kommunen sei knapp. Dabei würden sich viele Tourismus-Investitionen positiv auf die Städte und ihren Lebensraum auswirken.
Auch Holger Kolb, der unter anderem die Baumschwebebahn und den Baumwipfelpfad in Bad Harzburg betreibt, sieht bei der Unterstützung vom Land noch Luft nach oben. «Die Barrierefreiheit im Harz könnte besser werden und die Förderkulissen sind im Vergleich zu anderen Bundesländern gering.» So müssten Touristiker im niedersächsischen Harz mit deutlich geringeren Förderungen auskommen als etwa Unternehmer in Thüringen oder Sachsen-Anhalt.