Im Streit um die Spielbankenlizenz in Niedersachsen zeichnet sich Bewegung ab. Die in erster Instanz siegreiche Merkur-Gruppe strebt nun eine Übernahme der Standorte zum 1. September an, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Darauf habe man sich mit dem bisherigen Betreiber grundsätzlich geeinigt - unabhängig vom weiter laufenden Streit vor Gericht. Das Finanzministerium als Genehmigungsbehörde müsste dem aber noch zustimmen.
«Die Standorte sollen am 1. September 2025 genauso fortgeführt werden wie zum 31. August 2025», so der Merkur-Sprecher. «Eine Unterbrechung des Spielbetriebs ist nicht vorgesehen.» Ein konkreter Kaufvertrag müsse mit dem bisherigen Betreiber aber noch ausgehandelt werden. Am 31. August endet dessen Zulassung. Sie war wegen des Streits um die Lizenz bereits verlängert worden.
Die Spielbanken Niedersachsen GmbH (SNG), die die Standorte bisher betreibt, bestätigte auf Anfrage lediglich, dass es Gespräche mit Merkur gebe. «Es gibt derzeit weder vertragliche Vereinbarungen noch einen Kaufvertrag», so eine Sprecherin. Sie berichtete von «offenen und konstruktiven Verhandlungen», in denen beide Seiten aufeinander zugegangen seien. Dabei gehe es darum, «im Interesse der Mitarbeitenden und des Unternehmens auch außerhalb des Gerichtssaals Lösungen für die Zukunft zu erörtern».