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Harz: Bilderbuchwinter lockt Besucher – Wintersport in vielen Skigebieten möglich

Das stabile Winterwetter mit genügend Schnee lockt viele Besucher in den Harz. (Archivbild) / Foto: Matthias Bein/dpa
Das stabile Winterwetter mit genügend Schnee lockt viele Besucher in den Harz. (Archivbild) / Foto: Matthias Bein/dpa

Stabiler Dauerfrost und viel Naturschnee machen den Harz zum Besuchermagneten; Wurmberg, Schierke und mehrere Skigebiete verzeichnen starken Andrang.

Endlich wieder Schnee im Überfluss: Das stabile Winterwetter mit Dauerfrost und Schnee hat dem Harz in den vergangenen Wochen einen Besucheransturm beschert. Die Wintersportsaison läuft seit dem Jahreswechsel optimal und wird den Wettervorhersagen zufolge noch eine Weile andauern, wie der Harzer Tourismusverband mitteilte. 

«Seit Jahren ist es erstmals wieder gelungen, pünktlich zu den Winterferien umfangreiche Wintersportmöglichkeiten anbieten zu können», sagte Verbandssprecherin Christin Wohlgemuth. «Das ist ein Bilderbuchwinter.» Konkrete Zahlen liegen derzeit nicht vor, wie es hieß. 

Reichlich Naturschnee für Skigebiete 

Wintersport ist wegen der fehlenden Schneesicherheit in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge nicht jedes Jahr möglich. Seit Langem habe es keine flächendeckende Schneedecke in ausreichender Menge im gesamten Harz gegeben, so Wohlgemuth. «Erstmals seit drei Jahren konnten am Wurmberg dank des reichlichen Naturschnees wieder alle Pisten befahren werden. Das ist ein besonderes Ereignis, weil dort nicht alle Abfahrten künstlich beschneit werden können.» Auch das auf Naturschnee angewiesene Skigebiet am Sonnenberg in Sankt Andreasberg konnte den Betrieb aufnehmen, wie es hieß. 

Das Winterwetter habe Urlauber und Tagesausflügler angelockt, die sich ohne Schnee vielleicht nicht auf den Weg in den Harz gemacht hätten. Wohlgemuth zufolge haben sich besonders der Wernigeröder Ortsteil Schierke mit seinen vielfältigen Angeboten aus Rodeln, Langlauf, Schlittschuhlaufen und Winterwandern sowie die Skigebiete in Braunlage, in Sankt Andreasberg, Torfhaus, Hohegeiß und Hahnenklee als Besuchermagnete erwiesen.

Schierke ist Tourismus-Hotspot

Das kann Andreas Meling, Geschäftsführer der Wernigerode Tourismus GmbH, nur bestätigen. «Der Wintertourismus lief zum Ende des letzten Jahres und Anfang dieses Jahres sehr gut an. Es waren einfach beste Winterbedingungen.» Allein im vergangenen Dezember hatten sich seinen Angaben zufolge die Übernachtungszahlen in Schierke von 107.000 im Jahr 2024 auf 110.000 erhöht. Aktuell seien nur noch vereinzelte Zimmer in Wernigerode und Umgebung zu bekommen, hieß es. 

Norddeutschlands größten Schneemann gebaut

Der reichliche Naturschnee ließ laut Wohlgemuth auch Norddeutschlands wohl größten Schneemann entstehen. Die elfeinhalb Meter große Schneefigur steht in Hahnenklee. «Er wurde mit rund 300 Kubikmetern Schnee, dem Einsatz von schwerem Gerät und der Unterstützung von über 30 Helferinnen und Helfern errichtet», sagte Wohlgemuth. 60 bis 70 Tonnen bringe er auf die Waage, allein sein Zylinder sei drei Meter hoch. «Seine Fliege hat ein Stahlbauer extra angefertigt und sein 15 Meter langer Schal wurde von Frauen aus etwa sechseinhalb Kilometern Wolle gehäkelt.»

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